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Neu ist in seinem Büro ein kleiner Kühlschrank, in dem er Gemüse und Obst für die Arbeitswoche frisch hält. Außerdem hat sich im Sitzungssaal des Düsseldorfer Landtages die Anzahl der Mineralwasserfl aschen an seinem Platz drastisch erhöht. Und Termine fi nden nie und unter keinen Umständen zwischen 13.00 Uhr und 13.30 Uhr statt. Denn um diese Zeit nimmt der Borkener Landtagsabgeordnete Bernhard Tenhumberg sein Mittagessen zu sich. Und zwar eine exakt abgewogene Menge Fleisch oder Fisch und dazu Gemüse aus seiner persönlichen Einkaufsliste. Außerdem gibt es Roggenvollkornbrot und als Nachtisch eine Sorte Obst. Dieses gilt allerdings nur für die strenge, intensivste Phase des Ernährungsprogramms „metabolic balance“, entwickelt vom Münchner Ernährungsmediziner Wolf Funfack. Das Ernährungsprogramm der etwas anderen Art erobert aktuell die Republik und die auf das metabolic-balance-Programm geschulten Ärzte und Heilpraktiker berichten allerorten von erstaunlichen Ergebnissen. Und das betrifft nicht nur purzelnde Pfunde, sondern auch den allgemeinen Gesundheitszustand der Patienten. Bei Bernhard Tenhumberg hatte der Hausarzt Alarm geschlagen: Bluthochdruck und schlechte Leberwerte waren die Folge von erheblich zu viel Kilos auf der Waage. „Übergewicht und falsche Ernährung machen auf Dauer ernsthaft krank“, weiß Monika Wissing, Heilpraktikerin und metabolic balance-Betreuerin mit eigener Praxis in Vreden. Der vielbeschäftigte Landtagsabgeordnete Tenhumberg bat die erfahrene Heilpraktikerin um Hilfe und wer ihn heute sieht, weiß: Das hat geklappt. 17 Kilo Gewicht sind runter, der Blutdruck hat sich normalisiert und Bekannte, die ihn eine Weile nicht gesehen hatten, erkannten ihn beim zufälligen Treffen erst einmal nicht wieder.
Formel des Erfolgs
Was hat nun metabolic balance, was andere Diätprogramme nicht haben? Zunächst einmal ist das Programm eigentlich keine klassische Diät sondern in Ernährungsprogramm zur Regulierung des Stoffwechsels. Ein unausgeglichener Stoffwechsel kann nach Ansicht des Ernährungsexperten Funfack und nach neuesten Erkenntnissen der Ernährungswissenschaften zufolge eine Ursache für Übergewicht sein. Deshalb geht es bei metabolic balance darum, den Stoffwechsel zu regulieren. In erster Linie ist damit gemeint, mit einer speziellen und vor allem individuellen Nahrungsmittelauswahl den Insulinspiegel, der bei vielen Menschen mit Übergewicht zu hoch ist, zu senken. Auf Basis des eigenen Blutbildes und persönlicher Gesundheitsdaten berechnet ein spezielles Computerprogramm einen exakten Ernährungsplan. Das Ernährungsprogramm ist alltagstauglich und einfach zu Hause durchzuführen. Darüber hinaus werden die Teilnehmer regelmäßig durch fachlich geschulte Ärzte, Heilpraktiker und Ernährungsberater begleitet. Dauerhaft verändern sollte sich das Essverhalten: Eine jeweils fünfstündige Essenspause zwischen den Mahlzeiten schont die Bauchspeicheldrüse, es wird weniger Insulin ausgeschüttet. Pro Mahlzeit gibt es eine Eiweißsorte, das verhindert einen Eiweißüberhang und eine Übersäuerung. Langkettige Kohlenhydrate, wie z. B. Roggenvollkornbrot und Fette sind für eine Gewichtsregulation unentbehrlich, fettreduzierte Nahrungsmittel fl iegen also vom Speiseplan.
Das Insulin ist „schuld“
Insulin gilt als Schlüsselhormon für unseren Ernährungsstoffwechsel. Seine Aufgabe ist es, den Blutzuckerspiegel im Falle des Anstiegs zu senken. Wer auf seinem Speiseplan viele kurzkettige Kohlenhydrate, wie z.B. Weißmehlprodukte hat, läuft Gefahr, dass der Blutzuckerspiegel ständig in die Höhe schnellt und sich so konstant auf einem hohen Niveau befindet.
Das Resultat: Eine vermehrte Insulinausschüttung, durch die der Stoffwechsel aus der Balance gerät. Ein erhöhter Insulinspiegel unterdrückt u.a. die Produktion des wichtigen Anti-Aging-Hormons DHEA und des Schlankheits- und Jugendhormons HGH und bildet den Grundstein für viele Krankheiten, wie z.B. Diabetes.
Dieser Teufelskreis legt den Grundstein für weitere Krankheiten, allen voran Diabets. Die Stresshormone Adrenalin und Cortison – stimuliert durch das Insulin – können den allgemeinen Alterungsprozess beschleunigen. Gleichzeitig hemmt das Insulin die Produktion des Anti- Aging-Hormons DHEA. Dieses Hormon gilt als „Mutter aller Hormone“ und hat u. a. eine weitreichende positive Wirkung auf unser Immunsystem, vermindert – wenn ausreichend vorhanden – die Gefahr an Krebs, Arterienverkalkung und Osteoporose zu erkranken.
Anders statt weniger essen Heilpraktikerin Monika Wissing bringt den Unterschied zu üblichen Diätprogrammen auf den Punkt: „Wer über eine Reduzierung der Nahrungsmenge abnehmen will, der wird auf Dauer scheitern“, weiß Monika Wissing. Stattdessen rät sie ihren Klienten nach der strengen Phase der Umstellung dauerhaft die Grundregeln der Ernährungsmethode einzuhalten.
Und wenn man mal einige Tage mit Pizza, Nudeln und fetten Soßen gesündigt hat, hat man mit metabolic balance fortan seinen persönlichen Ernährungskompass, der einen schnell wieder auf Kurs bringt. So hält es auch Bernhard Tenhumberg, der natürlich als Landtagsabgeordneter häufi g zu Festen und Empfängen eingeladen ist und auch gerne mal ein Bierchen in gemütlicher Runde trinkt. „Solange ich grundsätzlich bei dieser Art der Ernährung bleibe und meine drei Liter Wasser pro Tag trinke, kann ich mein Gewicht halten, ohne mich zu quälen“, freut er sich.
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